Grundstein für ersten Ersatzneubau des Martin-Luther-Hauses gelegt
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Die Diakonie Münster hat am Dienstag, 2. September, den Grundstein für den ersten Ersatzneubau des Seniorenzentrums Martin-Luther-Haus mit 74 Pflegeplätzen gelegt. Dieser wird voraussichtlich Anfang 2027 in Betrieb gehen, gefolgt von einem zweiten Ersatzneubau mit 77 Plätzen. Frank Olivier, kaufmännischer Vorstand der Diakonie Münster, begrüßte die anwesenden Gäste, darunter Bürgermeisterin Maria Winkel und Pfarrer Dr. Kolja Königer der Evangelischen Lukas-Kirchengemeinde. Das Martin-Luther-Haus nehme bei der Diakonie Münster eine wichtige Rolle ein und sei insgesamt ein wichtiger Baustein für die Versorgung in der stationären Pflege in Münster, so Frank Olivier. „Wir als Diakonie Münster sind froh, für 151 Menschen ein modernes Zuhause zu schaffen, das ihren Bedürfnissen entspricht und ein würdevolles Leben ermöglicht.“ Sein besonderer Dank galt der Stadt Münster, dem LWL, den Architekten und Baufirmen sowie den Mitarbeitenden.
Moderne Pflege braucht neue Räume
Auch die neue Geschäftsleitung der stationären und ambulanten Seniorendienste der Diakonie Münster, Silke Beernink, sprach ihren Dank aus. Das bisherige Haus sei für viele Menschen nicht nur eine Adresse, sondern ein Zuhause, ein Ort der Begegnung und der Fürsorge. „Zugleich wissen wir aber, die Anforderungen an die Pflege, die Barrierefreiheit und die Lebensqualität haben sich verändert. Deshalb braucht es neue Räume, die den Bedürfnissen unserer Bewohnerinnen und Bewohner gerecht werden“, so Silke Beernink. Mit diesem Neubau würden nicht nur moderne Zimmer und funktionale Pflegebereiche, sondern vor allem ein Umfeld geschaffen, das Wohlbefinden, Sicherheit und Gemeinschaft fördere. Helle Aufenthaltsräume, kurze Wege, eine gute Ausstattung und freundliche Architektur – all das solle dazu beitragen, dass sich die Bewohnerinnen und Bewohner geborgen fühlten und dass die Mitarbeitenden beste Bedingungen für ihre wichtige Arbeit vorfänden.

Freuten sich bei der Grundsteinlegung (v.l.): Bürgermeisterin Maria Winkel, Dipl.- Ing. Ralf Weinholt (soleo* GmbH), Prof. Dipl.-Ing. Arch. Kurt Dorn (soleo* GmbH), Sonja Spieker (Einrich-tungsleitung Martin-Luther-Haus), Doris Enste (Bewohnerbeirat), Frank Olivier (kaufmännischer Vorstand Diakonie Münster), Silke Beernink (Geschäftsleitung stationäre und ambulante Seniorendienste Diakonie Münster) und Pfarrer Sven Waske (theologischer Vorstand Diakonie Münster)
Ein Blick in die Planungshistorie
Als Architekt und Geschäftsführer der soleo* GmbH sowie als Vertreter des Planungsteams gab Professor Kurt Dorn einen Einblick in die Projekthistorie. Bereits 2016 seien erste Ideen zur Modernisierung im Rahmen der damals geltenden gesetzlichen Forderungen entwickelt worden. Jedoch hätte keine der untersuchten Varianten zur Sanierung die vorhandenen Defizite beseitigen können. Auch dringende Maßnahmen für den sommerlichen Wärmeschutz oder die Wärmedämmung für die Energieeffizienz hätten nicht refinanziert werden können. „So war das wichtigste Ziel, neben der Umsetzung gesetzlicher Forderungen eine wirkliche Verbesserung für Bewohner und den Betrieb zu planen, nicht zu erreichen“, erläutert Professor Dorn. Die anschließende Planung eines Ersatzneubaus sei wie eine Erlösung gewesen. Dabei sei schnell klargeworden, dass das Grundstück für einen Neubau für 151 Personen nicht genügend Platz geboten hätte. Auch wegen neuer gesetzlicher Regelungen wurden in der Folge zwei Ersatzneubauten geplant. In den ersten Neubau werden 74 Bewohnerinnen und Bewohner aus dem Bestand einziehen. Dann wird ein Teil des Bestands abgerissen und auf der freiwerdenden Fläche der zweite Ersatzneubau errichtet. Am Ende sollen alle Bewohnerinnen und Bewohner in zeitgemäßen Räumen leben.
Moderne Architektur mit Blick auf Bewohnende und Mitarbeitende
„Im Ersatzneubau, der jetzt errichtet wird, wird dank der anliegenden Fernwärme der Energiestandard 55 umgesetzt. Die Photovoltaikanlage ermöglicht es, dass Teilbereiche – insbesondere die Gemeinschaftsräume – gekühlt werden. Die 74 Einzelzimmer werden rollstuhlgerecht und individualisierbar geplant. Farbkonzept und Möblierung sind auf das Bewohnerklientel abgestimmt. Das gilt auch für die Außenanlagen, deren Planung die Nutzung durch Senioren berücksichtigt“, meint der Geschäftsführer der soleo* GmbH. Auch die Belange der Mitarbeitenden hätten im Fokus der Planung gelegen. Die Wege seien so kurz wie möglich gehalten, die Treppenhäuser breit und hell. Das klimatisierte Dienstzimmer und ein Aufenthaltsraum im Staffelgeschoss mit Südterrasse würden das Konzept abrunden.
Zeitkapsel als Symbol der Verbundenheit
Im Frühjahr 2024 konnte der Bauantrag eingereicht werden. Die Genehmigung lag Ende des Jahres 2024 vor, pünktlich zur Vergabe des Bauauftrages. Mit der Firma Verfuß habe man den richtigen Baupartner gefunden, sind sich Diakonie Münster und soleo* GmbH einig. Alle Beteiligten freuten sich, dass mit der Grundsteinlegung nun die eigentliche Bauphase beginnt. Pfarrer Sven Waske, theologischer Vorstand der Diakonie Münster, befüllte in guter Tradition eine Zeitkapsel. Nicht fehlen durften die Bauantragspläne, Münzen, eine aktuelle Tageszeitung sowie eine Bibel. „Wir legen eine Bibel hinein, weil wir als sozialer Dienst der evangelischen Kirche darin unsere Wurzeln sehen“, so der theologische Vorstand. Ebenfalls in die Zeitkapsel aufgenommen wurden auch Wünsche des Bewohnerbeirates des Martin-Luther-Hauses. „Möge dieses Haus ein Ort werden, in dem viele Menschen nicht nur Betreuung und Pflege erhalten, sondern auch Wärme, Freude und ein Stück Heimat finden“, sagte Doris Enste stellvertretend für den Bewohnerbeirat. Sven Waske sprach abschließend noch ein Gebet und meinte an die Bewohnerschaft gerichtet: „Wenn jetzt alles so weitergeht, dann ziehen Sie in einigen Monaten um. Dann wird dieses Gebäude mit Leben gefüllt.“
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