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Stabwechsel bei den Seniorendiensten der Diakonie Münster

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Geschäftsführer Ulrich Watermeyer in den Ruhestand verabschiedet – Silke Beernink offiziell in die Geschäftsleitung eingeführt

Mehr als drei Jahrzehnte stand Ulrich Watermeyer im Dienst der Diakonie Münster. 20 Jahre leitete er als Geschäftsführer die ambulanten und stationären Seniorendienste. Nun trat er in den wohlverdienten Ruhestand. Im Festgottesdienst in der Evangelischen Zionskirche Handorf am Donnerstag, 25. September, dankte ihm Pfarrer Sven Waske, theologischer Vorstand der Diakonie Münster, für sein langjähriges engagiertes Wirken und führte Nachfolgerin Silke Beernink feierlich in die Geschäftsleitung ein.

Segensworte und Dank prägen den Festgottesdienst in Handorf

„Als Diakonie Münster sind wir mit Herz, Hand und Verstand für Menschen unterwegs. Und so haben Sie ganz praktisch die Übergabe in der Leitung unserer beiden Geschäftsbereiche der Seniorendienste seit Anfang Juli Schritt für Schritt vollzogen“, sagte Pfarrer Sven Waske. „Die Management-Aufgaben des Organisierens und Leitens liegen jetzt nicht mehr auf Ihrem Schreibtisch“, meinte Pfarrer Sven Waske an Ulrich Watermeyer gerichtet. „In Beratungen, Gesprächen oder Verhandlungen begegnet Ihnen ein neues Gesicht für die stationären und ambulanten Seniorendienste der Diakonie Münster. Und wenn es irgendwo offene Fragen gibt, melden sich die Menschen jetzt bei Ihnen“, fügte der theologische Vorstand an Silke Beernink gewandt hinzu. Als sozialer Dienst der evangelischen Kirche feierte die Diakonie Münster den Übergang in der Geschäftsleitung mit einem Festgottesdienst und anschließendem Empfang, zu dem zahlreiche Kolleginnen und Kollegen, Wegbegleiterinnen und -begleiter, Freunde, Verwandte und Gemeindemitglieder gekommen waren.

Gruppenfoto mit Pfarrer Sven Waske, Ulrich Watermeyer, Silke Beernink und Frank Olivier

V.l.: Pfarrer Sven Waske (theologischer Vorstand), Ulrich Watermeyer (Geschäftsführer der ambulanten und stationären Seniorendienste), Silke Beernink (neue Geschäftsleiterin der ambulanten und stationären Seniorendienste) und Frank Olivier (kaufmännischer Vorstand)

Mit Herz, Hand, Verstand und Gottes Segen

„Wir feiern heute mit den Menschen, die diese Wege begleitet haben und begleiten werden. Und wir feiern mit Gott: denn als Diakonie vertrauen wir darauf, dass Gott unseren Verstand leitet, wenn wir nicht weiterwissen. Dass Gott unsere Hand stärkt, wenn uns die Kraft fehlt. Und das Gott unser Herz am Herzen liegt“, betonte Sven Waske. „Gott will mit uns sein. Weil er weiß: Wir können nicht alles ganz alleine. Und wir müssen auch nie alles ganz alleine können.“ Der Segen Gottes sei eine gute Energie auf den neuen Wegen, erklärte der theologische Vorstand mit Blick auf den scheidenden Geschäftsführer und dessen Nachfolgerin. Das Gute am Segen Gottes sei: Er vermehre sich dadurch, dass er zwar für jeden und jede von uns ganz persönlich gedacht und zugesprochen werde. Aber eben dafür, dass wir ihn weitergeben würden an andere.

Dank für mehr als drei jahrzehntelanges engagiertes Wirken

Der kaufmännische Vorstand, Frank Olivier, betonte, dass dies ein besonderer Tag für die Diakonie Münster sei – ein Tag der Dankbarkeit, aber auch des Abschieds und zugleich ein Tag des Willkommens und des Aufbruchs. „Seit mehr als 32 Jahren sind Sie, lieber Herr Watermeyer, Teil der Diakonie Münster. Heute möchten wir Ihren unermüdlichen Einsatz besonders würdigen. Sie haben den altenpflegerischen Bereich der Diakonie Münster nicht nur maßgeblich aufgebaut und entwickelt, sondern auch dauerhaft – wie kein anderer – geprägt. Mit stets außerordentlichem Engagement und fachlichem Know-How haben Sie die Altenpflege der Diakonie Münster sowohl im stationären als auch im ambulanten Bereich zu einem der Grundpfeiler des diakonischen Lebens in Münster aufgebaut. So hat sich beispielsweise der ambulante Dienst ‘Diakonie mobil‘ zum größten Pflegedienst Münsters entwickelt“, hob Frank Olivier hervor. Auch im Namen des gesamten Teams der Diakonie Münster dankte der kaufmännische Vorstand Ulrich Watermeyer. „Sie sind nicht nur ein fachlicher Spezialist und erfahrener Netzwerker. In Ihrer täglichen Arbeit haben sie stets dafür gesorgt, dass unsere Seniorinnen und Senioren ein Zuhause bei der Diakonie finden, das ihren Bedürfnissen entspricht.“ Der wertschätzende Umgang mit den Seniorinnen und Senioren sowie mit den Kolleginnen und Kollegen sei Ulrich Watermeyer immer ein großes Anliegen gewesen, welches er auf ganz authentische Weise umgesetzt habe. Nicht unerwähnt ließ der kaufmännische Vorstand auch den Einsatz Watermeyers für die Gründung und Weiterentwicklung der Arbeitgeberinitiative *Starke Pflege in Münster‘, die sich von den Anfängen vor acht Jahren 2023 hin zu einem Verein von 20 Arbeitgebern aus der Altenpflege entwickelt und mit teils spektakulären Aktionen auf sich aufmerksam gemacht hat.

Begrüßung der neuen Geschäftsleitung

Mit besten Voraussetzungen und 30 Jahren Berufserfahrung im Bereich der Altenhilfe übernehme jetzt Silke Beernink die Verantwortung für die vier Seniorenzentren, den ambulanten Pflegedienst ‚Diakonie mobil‘, die drei Tagespflegen, die Ergotherapie-Praxis und die weiteren Angebote der beiden Geschäftsbereiche, so Frank Olivier. Zwar befände man sich in einer herausfordernden Zeit, aber er sei fest davon überzeugt, dass der Platz mit Silke Beernink bestens besetzt sei, und eine starke Mannschaft stehe hinter ihr, die sie bei den vielfältigen Aufgaben tatkräftig unterstütze. „Wir schätzen uns glücklich, dass wir Sie für uns gewinnen konnten und freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Ihnen, auf neue Impulse und darauf, die Diakonie Münster gemeinsam weiterzuentwickeln.“ Die Pädagogin und Erziehungswissenschaftlerin hat langjährige Erfahrung als Geschäftsbereichsleitung und in verschiedenen Pflegeeinrichtungen. Ihr bisheriges Berufsleben hat sie bei der Evangelischen Perthes-Stiftung verbracht.

Anerkennung aus Kirche, Gemeinde, Netzwerk und Mitarbeiterschaft

Der Vorsitzende des Verwaltungsrates der Diakonie Münster und Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises, Holger Erdmann, erinnerte sich an die Zeit, als Ulrich Watermeyer noch Einrichtungsleiter des Matthias-Claudius-Hauses in Greven-Reckenfeld war. Lang sei es her, doch habe er sofort begriffen, dass er mit Ulrich Watermeyer jemandem begegnet sei, der für die ihm anvertrauten Menschen da sein wolle. Und noch eins habe er gemerkt: dass Ulrich Watermeyer für eine enge Verbindung von Diakonie und Kirchengemeinden stehe. Er sei immer seinen Prinzipien treu geblieben, habe sich nie weggeduckt und nie Angst vor den Herausforderungen gehabt, sondern gesagt: „Wir gehen das an.“ Auch, was die Gemeindenähe angehe, sei er sich treu geblieben. Damit spielte Holger Erdmann auch auf die Tagespflege Kirschgarten der Diakonie an, die maßgeblich durch das Wirken Watermeyers in den Räumlichkeiten der Evangelischen Kirchengemeinde Handorf entstanden ist.

Dass mit Silke Beernink eine richtig gute und die beste aller Lösungen in der Nachfolge gefunden sei, sehe man bei den ersten Schritten immer wie-der, die man miteinander gegangen sei, meinte Holger Erdmann. „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit. Ich freue mich auf die Wege, die wir jetzt gemeinsam miteinander gehen werden“, so der erste Verwaltungsratsvor-sitzende. Auch weitere Rednerinnen und Redner überbrachten Glückwün-sche, so Norbert Nientiedt für die Domfreunde Münster, Sabina Krapp-mann-Klute und Pfarrer Dirk Klute sowie die Kirchmeisterin der Evangeli-schen Kirchengemeinde Handorf, Petra Schnell.

Rückblick und persönliche Erkenntnisse

Nach internen Verabschiedungen in den Einrichtungen sei nun die offizielle Verabschiedung der Schritt, mit dem er nun in den Status des Rentners eintrete – ein Schritt, den er mit gemischten Gefühlen gehe, so Ulrich Watermeyer. In seiner Abschiedsrede blickte er in Anlehnung an eine Rubrik im Zeitmagazin darauf zurück, welche Erkenntnisse er gerne früher im Leben gehabt hätte. Dabei traten zahlreiche interessante Erkenntnisse zutage. So blieben etwa Management-Theorien leer, wenn sie nicht gelebt würden. Worauf es im Umgang mit Menschen ankomme? Arbeiten im Team, Entscheidungen treffen, ehrlich und authentisch sein und mit Freude und Interesse Anteil nehmen. Außerdem sei es immer gut, mit Kolleginnen und Kollegen zu arbeiten, die andere Talente als man selbst hätten. Er sei froh und dankbar, so Watermeyer, dass er mit so vielen besonderen Persönlichkeiten zusammenarbeiten und sie begleiten durfte.

Blick nach vorn

Silke Beernink hatte das Schlusswort, bevor beim anschließenden Empfang Raum für Gespräche und Gratulationen blieb: Die Altenpflege sei für sie ein Bereich, der mehr sei als ein Beruf. Es gehe um Menschen, um Nähe, um Verantwortung und um den Respekt vor Lebensgeschichten. Genau deshalb habe sie sich vor vielen Jahren für diesen beruflichen Weg entschieden. Nun gehe sie diesen Weg bei der Diakonie Münster. Sie gehe ihn nicht alleine, sondern gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen. Als neue Geschäftsleitung sehe sie ihre Aufgabe nicht darin, alles von oben vorzugeben, sondern zuzuhören, zu verstehen und gemeinsam Lösungen zu finden: „Mir ist wichtig, dass wir als Team Hand in Hand arbeiten, mit Offenheit, Humor und dem Mut, auch neue Wege zu gehen.“ Denn, so fügt sie hinzu, die Pflege brauche gerade jetzt den Blick über den Tellerrand, neue Ideen, Veränderungen, kreative Ideen, nicht das Warten, „dass irgendjemand etwas für uns in der Pflege entscheidet.“