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Verleihung des goldenen Kronenkreuzes

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Diakoniesonntag steht im Zeichen von Dank und Wertschätzung

Am ersten Septemberwochenende hat die Diakonie Münster traditionell den Diakoniesonntag gefeiert. Hierzu gab es einen feierlichen Gottesdienst in der Adventskirche, in dem langjährige Mitarbeitende das Kronenkreuz der Diakonie erhielten. „Wenn das Kronenkreuz am Diakoniesonntag verliehen wird, bekommen die Bitte um Gottes Segen und der Dank für den diakonischen Dienst einen ganz besonderen Raum“, betont Pfarrer Sven Waske, theologischer Vorstand der Diakonie Münster. „Die Verleihung des Kronenkreuzes bedeutet eine große Wertschätzung und ist eine wichtige Tradition“, meint der kaufmännische Vorstand, Frank Olivier.

Dabei ist das Kronenkreuz keine Medaille und kein Orden, sondern ein Dankzeichen der Diakonie, welches deutschlandweit an Diakonie-Mitarbeitende vergeben wird. Die Verleihung mache auch deutlich, dass die Diakonie Münster als Weg- und Dienstgemeinschaft in einen größeren Zusammenhang gestellt sei, erläutert Sven Waske. „Wir sind heute nicht nur als Diakonie Münster, sondern auch mit unseren diakonischen Geschwistern unterwegs. Wir sind Nachfolger mit Herz, Hand und Verstand“, so der theologische Vorstand am Diakoniesonntag. Am Beispiel der Heilungsgeschichte des Gelähmten aus dem Lukasevangelium richtete er in seiner Predigt den Blick auf die Beziehungen zwischen Menschen untereinander sowie den Menschen und Jesus.

Am Beispiel von Petrus Hinwendung zu dem Gelähmten verdeutlichte er, wie wichtig es sei, sich dem anderen zuzuwenden und dem Gegenüber auf Augenhöhe zu begegnen. Das bedeute auch, nicht von Vorneherein zu wissen, was gut für den oder die andere sei. Es gehe nicht darum, Menschen etwas überzustülpen. Außerdem tue Petrus das Evangelium nicht nur durch den Mund. „Er und Johannes machen einfach. Das hat für den Mann, der aus der Gemeinschaft ausgegrenzt war, das Leben grundlegend verändert“, sagt der theologische Vorstand. In der biblischen Wundergeschichte bricht der Geheilte in Jubeln aus. Wie gut sei es, wenn aus einer ausweglosen Situation ein Schritt zurück ins Leben möglich werde, wenn beispielsweise wieder Zeit für die Familie da sei, weil es Pflege gebe. Dann werde das zum Greifen nah. „Ich vertraue darauf, dass wir in der Nachfolge Menschen zurück in die Gemeinschaft führen können.“ Bei rund 1.200 Kolleginnen und Kollegen nehme jede und jeder eine unterschiedlich Rolle ein – so auch der Jubilar und die Jubilarin.

Am Diakoniesonntag wurden langjährige Mitarbeitende geehrt.

Große Freude bei allen Beteiligten (v.l.): Silke Beernink (Geschäftsleitung ambulante und stationäre Seniorendienste), Stefanie Duesmann (Leitung Diakonie mobil), Jubilarin Tina Gausepohl (Pflegedienstleitung Diakonie mobil), Jubilar Jörg Westphal (Personalleiter), Frank Olivier (kaufmännischer Vorstand) und Pfarrer Sven Waske (theologischer Vorstand)

Seit 25 Jahren arbeiten Jörg Westphal, Personalleiter in der Verwaltung, und Tina Gausepohl, Pflegedienstleitung Team Süd der Diakonie mobil, für die Diakonie Münster. Die neue Geschäftsleitung der ambulanten und stationären Seniorendienste, Silke Beernink, drückte ihre Freude darüber aus, dass Tina Gausepohl ihr diakonisches Engagement so wichtig, sei, dass Sie sich das Kronenkreuz übergeben lasse. Stefanie Duesmann, Leitung Diakonie mobil, hob hervor, dass Tina Gausepohl nicht nur zahlreiche Menschen gepflegt, begleitet und unterstützt habe, sondern auch Teams geführt, Strukturen geschaffen und nie den Blick für das Menschliche verloren habe. Frank Olivier sprach Jörg Westphal seinen Dank aus. „Sie haben seit 25 Jahren die Weiterentwicklung der Personalabteilung mit ihrem Team verantwortet“, lobte der kaufmännische Vorstand und freut sich auf die weitere Zusammenarbeit. „Alles, was ihr einem meiner geringsten Geschwister getan habt, habt ihr für mich getan“, zitierte Pfarrer Sven Waske. „Zur Ehre Gottes haben Sie sich in den Dienst am Menschen nehmen lassen.“ So wurde den beiden Jubilaren das Kronenkreuz in Gold verliehen.

Beim anschließenden Empfang blieb Raum für gute Gespräche. Der Diakoniesonntag böte auch eine gute Gelegenheit, außerhalb der Arbeit zusammenzukommen, meint Frank Olivier. Personalleiter Jörg Westphal erinnert sich an seinen Start bei der Diakonie. „Ich fand es sehr erfrischend.“ Auch heute habe man ein sehr nettes Team und einen guten Zusammenhalt. Tina Gausepohl sagt, wie stolz sie sei, bei der Diakonie zu arbeiten. „Mitarbeitende sowie Patientinnen und Patienten sind mir sehr ans Herz gewachsen. Die Diakonie ist für mich wie eine zweite Familie.“ Der Diakoniesonntag wurde auch in diesem Jahr zu einer gesegneten Veranstaltung, die alle Beteiligten gestärkt in den Arbeitsalltag zurückkehren ließ.