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Sozialdienst Wohnungsnotfälle sagt DANKE

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Die alleinerziehende Frau A. wohnt mit ihren drei kleinen Kindern in einer Zwei-Zimmer-Wohnung und kann seit einigen Monaten ihre Miete nicht mehr bezahlen. Die regelmäßigen Mieterhöhungen kann sie mit ihrem Arbeitslohn nicht mehr bewältigen.

Obwohl sie versucht, mit mehreren Putzstellen halbwegs über die Runden zu kommen, wird sie von den Trägern zusätzlicher finanzieller Hilfen dazu aufgefordert, günstigeren Wohnraum zu finden. Der Sozialdienst Wohnungsnotfälle des Beratungs- und BildungsCentrums (BBC) der Diakonie Münster betreut Familien und Einzelpersonen, wie Frau A, die in Wohnungsnot geraten sind.  „Es sind häufig die Mietschulden, die betroffene Menschen belasten oder aber eine Räumung steht bereits kurz bevor“, so Markus Wilting, Mitarbeiter im BBC. Dafür gebe es mehrere Gründe, wie Arbeitslosigkeit, Krankheit, seelische Krisen, Scheidung oder vieles mehr. Diese Situation überfordert die Menschen, die sich dann an den Sozialdienst Wohnungsnotfälle wenden. Hier finden sie ein offenes Ohr und eine helfende Hand, wenn es darum, geht die Problemlage zu sortieren und für verschiedene Probleme den richtigen Ansprechpartner zu vermitteln. Auch bei der Wohnungssuche kann der Sozialdienst unterstützen.

Ein offendes Ohr und helfende Hände beim Sozialdienst Wohnungsnotfälle

Anfang April berichteten die Westfälischen Nachrichten über den neuen Mietspiegel der Stadt Münster. Die Mieten sind demnach in den letzten 5 Jahren um 18 Prozent gestiegen. Dies erschwert nicht nur die Arbeit des Sozialdienstes Wohnungsnotfälle, sondern vor allem die Situation all derjenigen, die auf günstigen Wohnraum angewiesen sind. In den klaren Vorgaben zur Kostenübernahme durch das Jobcenter wird geregelt, wie groß und wie teuer eine Wohnung sein darf. Für eine 3-köpfige Familie werden zum Beispiel Wohnungen bis zu 80 Quadratmeter bewilligt. Auch kinderreiche Familien, Alleinerziehende und geringfügig Beschäftigte haben Schwierigkeiten, eine bezahlbare Wohnung zu finden.

Service für Vermieter, die nicht auf die Schufa schauen

Immer wieder erfahren betroffene Familien und Einzelpersonen bei der Wohnungssuche die Unterstützung von Vermietern, die nicht nur auf die Schufa Auskunft schauen, sondern sich für die Geschichte dahinter interessieren. Sie geben Familien und Einzelpersonen die Chance auf einen neuen Wohnraum und damit neue Hoffnung. Diese neue Hoffnung hat oftmals positive Auswirkungen auch auf andere Lebensbereiche und erzeugt eine Aufbruchsstimmung und Motivation, auch andere Problemlagen anzugehen, so die Erfahrungen in der Beratung.

Alle Vermieter und Vermieterinnen, die Familien oder auch Einzelpersonen bei der Suche nach bezahlbarem Wohnraum unterstützen möchten, können sich gerne beim Sozialdienst Wohnungsnotfälle unter wohnhilfen@diakonie-muenster.de oder unter der Telefonnummer 0251-490150 melden.